Montag, 5. Januar 2015

Abenteuer Hohehorst



Am Wochenende besuchten wir das Gut Hohehorst. Es war richtig spannend und ist es noch, denn das Gutshaus hat eine unglaubliche und sehr wechselhafte Geschichte und wir lesen und diskutieren noch darüber....


  Und so entstand diese Seite in meinem Journal. Baron Knoop musste mit darauf, weil der in der Geschichte auch mit auftauchte, wieder ein Kreis, der sich schloss.








Auf meinem täglichen Weg zur Arbeit fahre ich an einem imposantem Tor mit 2 Torhäusern vorbei. Schon immer wollte ich gern wissen, was sich dahinter verbirgt. Nachgelesen hatte ich ja schon, aber bis zum August letzten Jahres war das Gut vermietet. Nun steht es zum Verkauf und man darf das großzügige Gut betreteten, es gehört der Stadt Bremen.

Das Gut mitsamt Grundstück und Nebengebäuden ist für 1 Million Euro zu haben. Es steht allerdings unter Denkmalschutz und für die Renovierung des Ganzen wird das 10fache des Kaufpreises veranschlagt....


 
Eigentlich hätte es wildromatisch wirken können, dieser ehemalige Park mit all seinen verwunschenen Stellen, dem Garten, der gerade noch zu erahnen war, weil es hier und dort Treppen gab, eingefasste Halbkreise, von großen Rhododendron-Büschen umgeben, die wohl mal lauschige Sitzplätze waren. Und dieser ehemalige Badeteich. Und Brücken über Bäche

Aber leider kannte ich nur die wenig ruhmreiche "jüngere" Vergangenheit dieses Ortes


 Gebaut wurde dieses Gutshaus mit 107 Zimmern mit Geld, das durch gefälschte Bilanzen und Ähnliches abgezweigt wurde, die Wirtschaftskrise spielte auch eine Rolle dabei. Das Gutshaus stand immer wieder leer und hatte verschiedene Besitzer. Unter anderem war es während der Nazi-Zeit eine Entbindungsstation des SS-Vereins Lebensborn.


Auf Schritt und Tritt gruselte es mich, nichts was ich sah, konnte ich einfach so sehen, wie es war. Ich hinterfragte alles und konnte mich auch an dieser Grotte nicht erfreuen, die von vorn so hübsch aussah, von hinten aber wie ein Bunker...
Tatsächlich war aber in dieser Grotte ein Pumpenhaus untergebracht...



Es gab so viel zu entdecken, aber zum Genuss wurde das Ganze erst  zuhause, als wir recherchierten. Die Geschichte vom Park, Hof, vom Gutshaus bzw. dessen Vorgänger ist viel, viel älter, begann bereits 1773 und es gab ganz offensichtlich dort  auch gute Zeiten.


NDR1 hatte mal eine Reportage zum Gut Hohehorst gemacht, die hörten wir uns an. Dort kamen auch Zeitzeugen zu Wort und groß war das Erstaunen als wir einen alten Verwandten darüber reden hörten, wie er als Kind mit seinen Freunden auf dem Grundstück und der Terrasse gespielt hat.... Er wohnte direkt nebenan und genoss die Zeit, als das Herrenhaus mal wieder leerstand und das ganze Grundstück ein einziger Abenteuerspielplatz war.


Dieses sind nur ein paar Hinweise, Gedanken und Eindrücke zu diesem imposanten Gutshaus mit einer ungeheuer wechselhaften Geschichte. Genaueres findet man hier.




Und mit meiner Idee ein Geschichtsjournal zu führen,  bin ich ein Stück weitergekommen. Ich weiß zwar  noch nicht wirklich  WIE, aber ich weiß DASS ich es führen möchte :)


Kommentare:

  1. What an interesting story, well told.
    After reading it I appreciated your journal page, well painted, and containing details of your story.
    Yes, I enjoyed this blogpost very much.

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    1. Thank you so much, Sheila!! A mail will follow :)

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  2. heel mooi gedaan het is dan ook een heel mooi inspirerend verhaal om uit te schilderen.

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    1. Herzlichen Dank!
      Und mittlerweile kann ich dies und das sogar in deiner Sprache verstehen :)

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  3. Mir gefällt deine Idee mit dem Geschichtsjournal richtig gut... es gibt so viele spannende oder auch auf den ersten Blick unspektakuläre Orte, die beim näheren Hinsehen und Hinterfragen so viel Interessantes entdecken lassen!
    Auch ich gehe gerne Dingen auf den Grund und besonders gerne krieche ich auch durch defekte Zäune, wenn dahinter ein verlassenes Haus steht...
    So wie du es auch machst, deine persönlichen Erlebnisse im Journal zu verarbeiten habe ich bisher meine Fotoalben immer gestaltet, vielleicht nicht ganz so aufwändig.

    Aber das gefällt mir an deiner Kunst, dass es etwas mit dir persönlich zu tun hat und nicht nur einfach ein schönes Bild ist!
    Liebe Grüße von Ulrike

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    1. Nun, mit dem Geschichtsjournal habe ich ja gerade erst begonnen, die anderen Seiten waren ja Seiten in meinem Tagesjournal. Und bei deinen Zeilen darüber, dass du gerne durch defekte Zäune kriechst, um zu einem verlassenen Haus zu kommen, dachte ich gleich an deine Seite über das leere Haus in Dänemark... Das war ja auch echt spannend!
      Und Fotoalben, toll, dass du sie so gestaltest, ich habe momentan gar keine....
      Und ganz lieben Dank für das, was du über meine Kunst schriebst!

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  4. Liebe Beate,
    eine sehr interessante Geschichte. Ich stelle mir auch immer alles mögliche vor, wenn ich alte Gebäude, Ruinen usw. zu Gesicht bekomme. "Was wird sich hier wohl alles abgespielt haben?, wie haben diese Leute gelebt? War hier jemand glücklich, ängstlich usw.?
    Ein Geschichtejournal ist bestimmt eine gute Idee.
    LG und danke für die tollen Bilder.
    Sadie

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    1. Liebe Sadie, genauso geht es mir auch... Und ich hoffe, dass ich mit meinem - kommenden - Geschichts-Journal endlich die Eindrücke und das Hintergrundwissen abspeichern kann, so, dass es mir bei der nächsten Ruine, dem nächsten alten Gebäude oder Schauplatz hilfreich sein kann.
      Es freut mich sehr, dass du diese Geschichte interessant gefunden hast, ich war mir nicht sicher, ob das überhaupt irgendjemanden interessiert...
      Alles Liebe, Beate

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  5. Das sieht sehr mystisch aus,die seite gefällt mir sehr,sehr creativ gemacht.

    XXX Jeannette

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    1. Das freut mich, Jeanette. Vielleicht hast du ja mal Lust, etwas Ähnliches zu gestalten - bei euch in Hamburg gibt es doch soooo viel zu sehen....

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  6. Ein wunderschönes Projekt, liebe Beate! Wie kamst du auf die Idee? Es klingt so spannend, dass ich Lust hätte etwas ähnliches zu wagen.
    Wir leben hier im LK Lüneburg und auch hier gibt es so manche spannende Ecke.
    Was meinst Du?

    Liebe Grüße
    Erika

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    1. Also, Erika, ich meine, dass du sofort loslegen könntest! Ich fände es total spannend, zu sehen was DU aus dieser Idee machen wirst, deine Geschichts-Seiten zu sehen. Und Lüneburg ist ja ein recht geschichtsträchtiger Ort und der Landkreis ja wohl auch. Ich war mal in Bardowick und was ich da im Laufe eines einzigen Spaziergangs an interessanter Geschichte mitbekam, war unglaublich. Leider hatte ich keine Kamera dabei und war noch weit entfernt von einem Geschichts-Journal... Diese Seite hier ist einfach eine Seite in meinem Tagesjournal, in dem ich unseren Ausflug festgehalten habe. Wie schon so viele andere, die immer irgendwie etwas mit Geschichte zu tun hatten, man muss ja nur die Augen aufhalten... Mit meinem Geschichts-Journal begann ich erst danach.
      Also liebe Erika, ich bin gespannt auf deine Seiten!!
      Alles Liebe, Beate

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  7. Ein sehr imposantes Gebäude! Ich stelle mir vor wie die Kutsche vorgefahren ist und die feinen Damen aussteigen ;)
    Wenn Häuser die Geschichte erzählen könnten was in ihren Wänden sich für Schicksale abgespielt haben, das wäre doch spannend! Vom ersten Stein bei der Erbauung bis oft zu dem Zeitpunkt wo keiner mehr darin leben will.
    Ich bin von alten Häusern immer ganz gefesselt und dieses hier hat bestimmt einiges gesehen!
    LG Claudia

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    1. Du sprichst mir aus der Seele, Claudia! Übrigens geht es mir mit alten Bäumen ähnlich: Was die wohl schon alles gesehen und gehört und überstanden haben...
      Und dieses Gebäude war für mich nun der Anfang für mein Geschichts-Journal, es es lebten einige Generationen darin und das ganz in der Nachbarschaft. Und diese Generationen, diese Personen nahm ich als roten Faden für mein G-Journal, das bietet sich für mich einfach an, weil sich dort soviel tat, dass ich es mir persönlich vorstellen kann.
      Ende des Romans :)
      Beate

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