Donnerstag, 15. Januar 2015

Julia Margaret Cameron u.a.



Wer und was auf einer meiner Geschichts-Journal-Seiten zu sehen ist, hängt von mehreren Faktoren ab:

Ich brauche einen persönlichen Bezug zu einigen der Bilder, denn es geht mir ja momentan darum, mir ein Bild der Epoche zu machen, um mir dann auch Jahreszahlen und Zusammenhänge merken zu können. Außerdem brauche ich Bilder und ich will nicht immer Bilder ausdrucken, sondern auch verwenden, was ich in Zeitschriften, Katalogen etc. finde.... und da muss ich eben erstmal sammeln...
Und dann versuche ich etwas zusammenzufügen, was in meiner Vorstellung keinen Zusammenhang hatte.





Im Hintergrund sieht man Schloss Hohehorst. Erbaut wurde es von einem Menschen aus dem Nachbardorf, der nach Amerika auswanderte, dort mit einer Zuckerfabrik zu Geld kam und dann den damaligen Hof Hohehorst kaufte und dort das Schloss erbauen ließ. Es wurde 1928 von einem der späteren Besitzer abgerissen und durch das heutige Gut Hohehorst ersetzt.

Wer dieses Mädchen ist, weiß ich nicht, aber das Foto stammt von Julia Margaret Cameron.
 Sie war die bedeutentste britische Fotografin der viktorianischen Epoche. Sie hat wirklich soo schöne Fotos gemacht und das zu einer Zeit, als die Technik der Fotografie noch in den Kinderschuhen steckte. Sie wurde 1815 in Kalkutta geboren (Kolonialzeit) und begann im Alter von 48 Jahren mit der Fotografie. Mehr über sie könnt ihr hier lesen.

Ihre Nichte, Julia Jackson, war eines ihrer Lieblingsmodelle. Und diese Julia Jackson war die Mutter von Virginia Woolf, wieder ein Kreis, der sich irgendwann schließen wird....



Und wer denkt bei Fotografie an Beethoven?? Ich jedenfalls nicht.  Ok, die Sache mit der Fotografie begann, in seinem Todesjahr... Eigentlich stolperte ich eher zufällig über das Bild eines Buches, in dem es um die Partitur für sein Violinkonzert ging. Das einzige Violin-Konzert, das er geschrieben hat. (Sag, Margaret, hast du das schon mal gespielt???)



Von Carl Spitzweg sieht man den "Armen Poeten" und den "Bücherwurm". Ich mag die Bilder von Spitzweg und ich mag es auch, dass er die Malerei autodidaktisch erlernte. Außerdem schrieb er auch Gedichte (siehe unten).

Ach, und dann las ich noch, dass Julia Margaret Cameron persönlichen Kontakt hatte zu:

Charles Darvin, Charles Dickens, Karl Marx und William Turner. Also gehörten die auch in diese Zeit. Die Namen schrieb ich dann einfach auf die Seite. Meine Güte, das war wirklich viel, was ich beim Erstellen dieses Journalseite gelernt habe...

 Das war der Ausgangspunkt

 für diese Seite


Und hier noch ein Gedicht von Spitzweg:


Epilog
Oft denk' ich an den Tod, den herben 
und wie am Ende ich es ausmach'
Ganz sanft im Schlafe möcht' ich sterben
Und tod sein, wenn ich aufwach.

Carl Spitzweg


Kommentare:

  1. ein wirklich schöner Prozess. Und ein sehr fruchtbarer, auch!

    AntwortenLöschen
  2. Oh! Gerade habe ich die kleine Notiz für mich gelesen! Nein, ich habe es noch nicht gespielt, aber ich glaube, ich weiß es trotzdem auswendig, ich liebe es so sehr.

    AntwortenLöschen
  3. ...wunderschön ... berührendes Gefühlwenn ich es genau an schaue!
    Lieben Gruss Elke

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dann scheint es in dir irgendetwas zum Klingen zu bringen, denke ich..

      Löschen
  4. Wieder eine ganz wunderbare Collage, Beo! Du schaffst es immer, scheinbar nicht zusammenpassende Elemente großartig miteinander zu verbinden. ... aber das schöne, traurig schauende Mädchen beherrscht das Bild, als ob es diese Geschichte erzählt.
    .. tot zu sein, wenn man aufwacht...herrlich! Danke dafür
    Liebe Grüße zum Wochenende von Ulrike

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Margaret,
    wenn du es auswendig kennst, dann hast du es wohl sehr oft gehört. Kein Wunder, dass deine Pflanzen so gut wachsen.... :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. sehr, sehr, sehr sehr oft :) und: ja, genau! sie werden sehr gut von musik ernährt :)

      Löschen