Freitag, 7. Dezember 2012

Wenn's nichts wird, dann



wird es eben was anderes... Nachdem meine Seite mit dem Kohleportrait so schön geworden war, wollte ich heute wieder ein Gesicht mit Kohle zeichnen. Aber, ach - wenn ich etwas im Kopf habe und das dann zeichnen/malen will, dann klappt das in der Regel gar nicht. Meine Bilder wollen aus sich selbst, von allein  entstehen... sie sind da sehr eigensinnig :)
Ich fand den Entwurf so doof, dass ich kreuz und quer mit der Kohle darüberkritzelte, das Ganze verwischte und tatsächlich kurz davor war, die Seite in den Mülleimer zu werfen. 
Aber es ist nicht der Sinn meines Journals, ein schönes Bild zu gestalten - auch wenn ich das natürlich gern hätte... Ich will eine Seite zum Tag malen, ob sie nun direkt oder indirekt oder auch gar nicht wirklich etwas mit dem Tag zu tun hat, ist mir egal. Aber was auf die Seite kommt, gehört dorthin, bleibt, kann aber weiter bearbeitet werden.

Rankenspempel als Haare:





Pastellkreiden zum Übermalen des Gesichts und zum Ausmalen von Hintergrund, Haar und Bluse



Überarbeitung des Gesichts mit Buntstiften:


und Kohle. Beides war schwierig, weil die Farbe nicht so recht haften wollte, nachdem ich die Pastellkreide mit Haarspray fixiert hatte - merkwürdig, bislang ging das immer...


Dann bekam sie einen Hut mit Schleife aus Acrylfarbe und auch die Haare und das Hemd übermalte ich mit Acryl:

 und das Gesicht bearbeitete ich noch einmal mit einem Fineliner und dunkelte den Hintergrund ein bisschen mit grüner Acrylfarbe ab:



Kommentare:

  1. Manchmal braucht es eben etwss mehr Geduld und Zeit, aber plötzlich ist es da, und das Resultat kann sich sehen lassen.

    Genau so geht es mir manches mal auch, wenn ich ein Gedicht oder eine Geschichte schreibe. Manchmal fliesse die Worte einfach nur so aus mir heraus und manchmal braucht es etwas länger...

    Liebe Grüsse vom Hans-Peter

    AntwortenLöschen
  2. Dazu fällt mir wieder das wunderbare Gedicht meines Zeichenlehrers ein:

    Sich nicht bemühen
    Kunst zu fassen,
    sondern absichtslos
    geschehen lassen,
    dass der Satz,
    der dein Gehirn
    durchfließt
    sich von selbst
    durch deine Hand
    aufs Blatt ergießt

    (Jan Müller)

    Ich denke, das gilt für das Malen und Schreiben und Töpfern und...

    Beate

    AntwortenLöschen
  3. Wenn ich mir das Kohlebild anschau und dann was du noch daraus gemacht hast, Wahnsinn! Toll das du weiter gemacht hast!

    AntwortenLöschen
  4. Danke Claudia!
    Ja, weitermachen ist einfach gut - tut gut, denn abbrechen stoppt, lässt zweifeln und führt eher in die Sackgasse (Ok manche Sackgassen sind echt heimelig, gemütlich...., aber eben nicht alle)

    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende mit vielen, leckeren Keksen :)
    Beate

    AntwortenLöschen